Begonnenes Kunstwerk
Nein, ich werde nicht mehr lachen, wenn ihr Witze euch erzählt
weil sie nur auf jener Kosten, deren Nase euch nicht gefällt.
Nein, ich werde nicht mehr tanzen, nach eurer Musik,
viel an der Freude, mehr an der Schadenfreude liegt.
Manchmal frag`ich mich,
bin der Gesprächsstoff dann ich
wenn ich einmal nicht unter euch bin.
Woher nehmt ihr eigentlich,
den Wahrheitsanspruch eurer Sicht,
ihr habt doch nicht den blassen Schimmer wer ich bin.
Ist ein jedes Menschen Weg nicht einmalig und unnachahmbar,
Muß nicht jeder Vergleich hinken,–ja gerade versagen gar
wenn ihr nur euer Urteil auf Konzepte und Philosophien stützt
verstellen sie den Weg zum Menschen, und dies schadet mehr, als es nützt.
Manchmal frag`ich mich,
was war zuerst da eigentlich,
Das Menschsein, oder die Philosophie
Mancher fragte nach dem Weg,
allein er fand nur einen Steg
auf dem er ruhte, doch seinen eigenen Weg fand er nie.
Doch bei allem was ich mir so denke wird mir nunmehr langsam klar,
was für mich unendlich klar ist, ist für euch nicht einmal wahr.
Und so laß`ich euch eure Krücken,– geh`auf meinen wieder ein Stück
und spüre Verständnis aufsteigen, finde zu meinem Herzen zurück.
Manchmal frag`ich mich, – was ist Wahrheit eigentlich
du sagst, du besäßest sie, – heißt das ich finde sie nie,
wenn ich sie im Leben such`–du sagst sie steht nur in deinem Buch
a vielleicht hast du ja Recht,. – wenn du sie lebst, wird sie echt
nur glaube nicht, wenn jemand dir fremd, das er nicht die Wahrheit kennt
Vielleicht,– ich halte es für möglich, ist die Wahrheit nicht wirklich wahr,
vielleicht gilt sie nur für Momente, ist lebendig, und niemals starr.
Vielleicht, wenn wir den Mut entwickeln, uns als begonnenes Kunstwerk zu seh`n
erleben wir den Augenblick als Wahrheit, und bleiben dennoch nicht dabei steh`n.
und vielleicht wird uns dann, – die Liebe irgendwann
aus Freiheit geschenkt, – weil du bewußt dein Herz gelenkt
auf das Fremde im Menschen du, –
ein Kunstwerk bist du,. – ein nie endendes dazu...


