Lied in blau
Leise löst sich aus dem Dunkel aus Bewegungslosigkeit
Ein zartes grau, ein aller erstes blau
Ein erstes Reben ein erster Puls noch voll von Bangigkeit
Und schon ergreift die Erde ihn und mit leisem Schaudern
Entsteigt ein zarter Hauch von Feucht dem dunkelblauen Schoß
Unmerklich fast errötet nun der Himmel sagt vom Grau sich los
Und ein Ruf geht durch das gesamte Firmament
Jungfräulich wendet sich der neue Tag dem neuen Leben zu.
Das ihm aus allen Pflanzen nun entgegen neckt
Es ist ein Ruf der ersten Wollust die ihn aus dem dunkelblauen Sehnen weckt
So das der Himmel sich nun tief zur Erde hinunterstreckt
Das, sie als sie empfangend seinen ersten Kuss
Ihm ihre tiefste Bläue nun enthüllen muss.
Und auch der Mensch steht unter dem Firmament
Und spürt, dass ihn leise jemand beim Namen nennt
Und fühlt, da ist jemand der ihn ganz von Innen her kennt
Jemand der all seine Masken durchdringt,
der ihm sagt, das man den Kampf nur mit Liebe gewinnt
die Heilung mit der Umarmung des Schmerzes beginnt
und so steht er zwischen Himmel und Erde
zwischen Stirb und Werde
ein Mensch einsam und frei
aber aufrecht dabei.


