Ein letztes Lied
Ein letztes Lied, bevor der Traum mir gleich entschwindet.
Ein letztes Lied, bevor der Funke mir erlischt.
Mach' schnell, leg' los es ist schon Zeit
der Sensenmann steht schon bereit.
Ob er dich selber holt ist nicht gewiß,
jedoch erhält dein Herz den ersten Riß
er läßt nicht los, er greift nach dir
er läßt den Tod sich heut' auf Raten zahl'n.
Nicht ganz tot, auch nicht ganz am leben
hauptsache du vergißt nach höherem zu streben.
Das ist der Plan, den er sich ausgeheckt,
so bleibt er völlig unentdeckt.
Und wärend ein Teil von dir von einem Neonlicht zum andern eilt
dein wahrer Kern indes im Dunkeln weilt,
und merkst nicht, das du dich ihm schon anheimgegeben
du bist gestorben schon, wärend du dich wähnst am Leben.
Ein letztes Lied noch bevor das Licht entschwindet,
bevor der Kettenmann mir meine Hände bindet.
Vielleicht, die Hoffnung läßt sich nicht bertrör'n
läßt dieses Lied mich wieder neu hinhör'n.
Vielleicht läßt dieses Lied den Mut in mir erwachen,
vielleicht entsteht mir daraus die Kraft wieder zu lachen
Drum laßt mich singen, laßt mich vor Euch steh'n
Vielleicht kann ich dem Tode noch entgeh'n


