Der Tod
Ich wurde neulich vom Tod überrascht,
er traf mich mitten im Mai.
Ich habe einen leisen Blick nur erhascht,
Und es war etwas bittersüßes dabei
und so hab' ich vom Nektar genascht,
und so hab' ich vom Nektar genascht.
Wohin ging die Furcht, die mich immer besetzt,
wenn ich spürte seinen eisernen Hauch.
Sie wurde von einem leisen Erwarten ersetzt,
ein still verblühender Rosenstrauch
wenn er vom Herbstnebel benetzt,
wenn er vom Herbstnebel benetzt.
Vielleicht ist das Leben ein ständiger Tod.
Und wenn wir nicht immer entflieh'n,
dann formt sich die Tugend heraus aus der Not,
aus der wir die Weisheit bezieh'n
wie wir begegnen unserem eigenen Tod,
wenn wir begegnen unserem eigenen Tod.


