Der Zauberlehrling
Die Sehnsucht treibt Knospen in die kühle Nachtluft hinaus
Du sehnst dich nach dem Morgen, denn die Nacht ist dir ein Graus
Und du sprichst von der Sonne und wähnst dich schon im Licht
Doch den Weg dorthin kennst du bisher nicht
Du hast davon gelesen schon alles ausprobiert
Doch bewusst war dir nicht, dass du alles nur kopiert
Denn der tiefere Sinn ist dir immer noch verborgen
Denn Erleuchtung lässt sich nun mal nicht im Eso-shop besorgen.
Du bist ein Zauberlehrling
Der Meister ist grad`ausgeflogen,
doch eh`er sich dir annimmt
hast du ihn schon betrogen
denn du denkst das dein Wissen
schon der Weisheit letzter Schluß
doch dann trifft dich unvermutet
von hinten –der Hexen-Schuss.
Deine Sehnsucht treibt die Blüten in die Kalte Winterluft
Sie gefrier`n zur gläsernen Schönheit doch ihnen fehlt der Duft
Du sprichst von dem Weg als wärst du ihn bereits gegangen
Und hast dich dabei doch nur in einer Ilusion verfangen.
Du ziehst die Leute an, denn du zündelst ungeheuer
Doch am Ende steht so mancher vor deinem Strohfeuer
Und die Sehnsucht treibt dich weiter in der Hoffnung nach mehr
Doch am Ende bist du ausgebrannt und leer.
Ref.: Du bist.....
Hast dich des eignen Lebens betrogen, dir fehlt die Lebenslust
Weil du erst den Weg durch die Asche zu dir selbst gegangen sein musst
Das Leben (selbst) will dir Meister sein, das Eigene in dir zu finden
Und nur dein eigenes Gespür kann dich wieder (mit Gott) rückverbinden
Die Sehnsucht ist der Kompaß, sie zeigt die Richtung an
Und so tasten wir uns langsam an unser Ziel heran
In Demut und doch in ungebrochener Zielstrebigkeit
Erfahren wir den Weg in Lust und Leid
Erfahren wir durch uns Barmherzigkeit.


